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Die Front des Lebens

24.90


Gina Kaus
Die Front des Lebens

380 Seiten, 13,5 x 20 cm
Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen
ISBN: 978-3-99300-182-7
€ 24,90

Mit einem Vorwort von Marlene Streeruwitz
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Veronika Hofeneder

In einer Hietzinger Villa gegen Ende des Ersten Weltkriegs: Die Witwe Renate Ebenstein muss sich entscheiden. Für eine zweite Vernunftheirat, für die zur Routine gewordene Liaison mit einem Arzt oder für einen vermeintlichen Verehrer, der ihr Sohn sein könnte. Das Ende hält eine große Überraschung bereit, bis dahin kämpft Ebenstein ums Überleben – um ihr eigenes und das ihrer Kinder. Das Geld zerrinnt ihr zwischen den Fingern, vom gesellschaftlichen Standing will sie dennoch nicht abrücken …
Die Front des Lebens ist heute aktueller denn je. Hemmungsloser Schönheits- und Jugendwahn, Finanzspekulation und Betrug bestimmen die Tagesordnung der Protagonisten.

Georg Renöckl schreibt in der »Neuen Zürcher Zeitung« über den Roman:
Es ist ein prachtvoller Familien- und Gesellschaftsroman rund um eine kurz vor dem Ersten Weltkrieg ins Grossbürgertum aufgestiegene Industriellenwitwe (...) Hier ist eine Erzählerin am Werk, die ihre Figuren mit einer gekonnten Mischung aus Ironie und Empathie sowie viel psychologischem Gespür dem Untergang entgegentaumeln lässt. Marlene Streeruwitz sieht in Gina Kaus’ Roman nichts Geringeres als eine »weibliche Gegengeschichte zu den Anatols der Wiener Literatur«. Wenn das keine dringende Lektüreempfehlung ist!

Gina Kaus (1893–1985) war eine der erfolgreichsten österreichischen Schriftstellerinnen der 1920er- und 1930er-Jahre. Ihr umfangreiches Werk umfasst neben Bestsellerromanen auch Dramen sowie Kurzgeschichten, Feuilletons, Rezensionen und Artikel zu pädagogischen und psychologischen Themen.

Dieser Roman muss gelesen werden, weil er Unterhaltungsmethoden benutzt, die Wahrheit zu schreiben. So wird Literatur gemacht.
(Marlene Streeruwitz)

Gina Kaus' jetzt neu aufgelegter Roman ist Zeit-, Sozial- und Gesellschaftskritik, verpackt als Pageturner: Eine literarische Tradition, die an Autoren wie Hugo Bettauer ("Stadt der Juden") erinnert, der mit seinen Trivialromanen pointierte Kritik an den Verhältnissen übte.
(Barbara Mader, Kurier)

Bei aller unterhaltsamen Spannung hat der Roman unübersehbar eine gesellschaftskritische Tendenz. (...) ein aufregender, mitreißender Roman.
(Hermann Schlösser, Wiener Zeitung)

(...) ein moderner vielstimmiger Text, in dem jede Figur nicht nur ihren eigenen Charakter, sondern auch ihren eigenen Jargon hat.
Die[se] Komplexität der Figurenzeichnung erhebt den Roman deutlich über die Niederungen des Trivialen. (...)
Ein Buch, das mit seiner Thematisierung der Folgen des Ersten Weltkriegs gerade im Jahr 2014 von brennender Aktualität ist und intellektuell wie ästhetisch in hohem Maße überzeugt.
(exlibris, Ö1, ORF)